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    Einsame Herzen

    Die Liebe ist langmütig und gütig, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht auf,
    sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu,
    ...
    sie erträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles.
    Die Liebe höret nimmer auf ...


    aus dem ersten Brief des Paulus an die Korinther,
    Kapitel 13



    Marc Donald, ehrenwerter britischer Staatsbürger und Inhaber einer kleinen, renomierten und gut gehenden, auf Opiate und Morphine spezialisierten Pharmafirma, sitzt an seinem ehrwürdigen Regency Schreibtisch und starrt Löcher in die Luft. Er sollte sich eigentlich auf das Treffen mit der Abordnung dieses Klinikkonzerns vorbereiten, das morgen stattfindet. Doch er kann keinen klaren Gedanken fassen, zu viel Anderes geht ihm durch den Kopf.

    Er lässt seinen Blick durch das Zimmer schweifen, ohne wirklich wahrzunehmen was er sieht ... einen schönen Raum, solide, gediegen und doch mit einer gewissen Eleganz, antike englische Möbel, Eichenparkett, schwere Orientteppiche, mehrere Fenstertüren, die in einen zauberhaft angelegten Garten hinausführen und Licht und Sonne ins Zimmer fluten lassen, einzelne ausgewählte und erlesene indische Kunstgegenstände, die Akzente setzen und von seiner Herkunft zeugen.

    Marc Donald alias Don, vormals König der indischen Unterwelt und Beherrscher des asiatischen Drogenmarktes, stützt seinen Kopf in die Hände. Verzweiflung zeichnet sein Gesicht, ein schwerer Seufzer entringt sich seiner Brust. Was soll er nur tun? Was kann er tun? Er will sie nicht verlieren, nicht noch einmal, nicht nachdem er nun ... Diesmal könnte er es nicht ertragen, diesmal nicht. Beim letzten Mal ließ er sie freiwillig ziehen, dachte es sei das Beste so, stellte seine Freiheit über seine Gefühle. Doch jetzt ...

    Jetzt ist sie das Wichtigste in seinem Leben geworden, nichts ist mehr wichtiger. Don stöhnt schmerzerfüllt. Er kann inzwischen verstehen, warum Menschen beten. Ein Klopfen an der Tür reißt ihn aus seinen quälenden Gedanken. „Ji ... ähm, come in.“

    Eine junge Frau Anfang zwanzig betritt den Raum, schließt die Tür hinter sich. Ein Lächeln erscheint auf Dons Gesicht, zärtlich betrachtet er sie. Ihre kleine wohlgeformte Gestalt, die nach der Geburt ihrer Tochter Sameera vor gut einem Jahr weibliche Rundungen angenommen hat, ihr üppiges schwarzes Haar, das sich beinah nicht bändigen lässt, die dunklen, herausfordernd funkelnden Augen.
    "Dieser Mann liebt seine Fans, das sieht man" Dolaredola on Molo
    Shah Rukh, ich mag dich richtig gern, einfach so, weil du du bist!


    religous intolerance will take us to dark ages (SRK on NDTV)

    Don - mera andheraa hero

    #2
    Toll!!!!!!!!!!!! Eine neue Geschichte!!!!!

    Freu mich!!!!!!!!!!!!!
    Es gibt die Geschichte von einem weißen Vogel. Er frisst und schläft und verbringt trotzdem sein ganzes Leben im Flug.
    Er landet nie. Das ist seine Bestimmung, sein Schicksal.

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      #3
      Yiiiiipiiiiiieeeeeeeeee.....endlich....eine neue Geschichte von Sharmila.....die Fortsetzung!!!! Jaaaaaa......*daaaaahaaaance*
      "MOLO ..... nur selber leben ist aufregender!" (credits to @Dolaredola)
      R.I.P. all my IDOLS, now: Muhammad Ali has left
      @Toju.....and vice versa!.... ;)
      ~+~ Team Gauri ~+~
      **Remember Pfeili** http://www.audreyhepburn.com/menu/index02.php?idMenu=45

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        #4
        Schön das du wieder Eine neue Geschichte schreiben dus
        Wenn du im Leben etwas erreichen willst, wenn du gewinnen willst. Dann höre auf dein Herz und wenn dein Herz einmal nicht antwortet, dann schliesse die Augen und denke an deine Eltern, so wirst du keine Angst mehr haben und alle Hindernisse über

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          #5
          Eine Fortsetzung Suuuuper!!.......Die beiden haben dich wohl nicht in Ruhe gelassen...wollten wohl nicht einfach so verschwinden mmhh

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            #6
            jep, sie haben sich einfach vorgedrängt, vor die anderen
            Freut mich, dass ihr wieder dabei seid.


            Sie erwiedert liebevoll sein Lächeln, dann wird sie ernst. Kummer überschattet ihr Gesicht. „Ich mache mir Sorgen um Maaji, Dad.“
            „Ich auch, Dia, mein Kind, ich auch.“ Don verstummt, betrachtet angelegentlich den schmalen, goldenen Reif am Ringfinger seiner rechten Hand. Er hat Dias Mutter geheiratet, kurz nachdem sie nach London gezogen sind. In den Jahren in Mumbai, in denen sie unverheiratet mit ihm zusammen lebte und in denen auch Dia gezeugt wurde, war sie mehr seine Frau als heute. Damals haben sie alles geteilt, ihr Leben, die Arbeit, das Bett, Spaß und Freude, Trauer und Schmerz, seine Geheimnisse, ihre Geheimnisse, heute ... teilen sie nurmehr den Namen.

            Don steht auf, geht um seinen Schreibtisch herum und nimmt seine Tochter in die Arme, drückt sie liebevoll an sich. Dann führt er sie zu den beiden gemütlich gepolsterten Ohrensesseln am Kamin, drückt sie in den einen und setzt sich ihr gegenüber in den anderen. Zwischen den Sesseln steht ein Marmortischchen mit einem gußeisernen Jugendstilfuß. Zeitschriften befinden sich darauf, die Financial Times von heute, ein Buch, eine Lesebrille mit roten Bügeln und drei Fotos in Silberrahmen.

            Eines zeigt seine Frau Nisha, Dias Mutter, in einem luftigen Sommerkleidchen. Jung und unternehmungslustig sitzt sie auf einem Mäuerchen, strahlt in die Kamera. Wind zerzaust ihr kinnlanges, schwarzes Haar und hat ihr einige Strähnen ins Gesicht geweht. Im Hintergrund ist die zauberhafte Hügellandschaft um San Gimignano zu sehen. Es ist Dons Lieblingsfoto, er hat es in jener Woche aufgenommen, die er mit Nisha in Italien verbrachte und die zu den schönsten Zeiten seines Lebens zählt, wenn es nicht gar die Schönste ist. Die Erinnerung an diese Zeit hält ihn immer dann aufrecht, wenn er über Nishas Gemütszustand in Verzweiflung zu versinken droht.

            Das zweite Foto ist eine Gruppenaufnahme von Dias Hochzeit. Eine Art Familienfoto. Die strahlende Braut Dia und ihr Bräutigam Arun in der Mitte, neben Dia eine glückliche Nisha Arm in Arm mit Sameer. Don steht neben Arun, der etwas angespannt schaut. Vor ihnen Sameers und Nishas Kinder Abhimanyu, Raj und die kleine Kajal, das Nesthäkchen.

            Auf dem letzten Foto ist Don zu sehen, der seine Enkelin kurz nach deren Geburt in den Armen hält. Dias Tochter Sameera hat Nisha noch einmal aus dem Tief geholt, leider nicht für lange ...

            Dia seufzt, sie streicht sich ein paar Haare aus dem Gesicht. Vergeblich, sie fallen unmittelbar danach wieder zurück. Mit einem genervten Gesichtsausdruck klemmt sie die Strähnen hinters Ohr, wohl wissend, dass sie da auch nicht lange bleiben. Liebevoll lächelnd beobachtet Don seine Tochter. In seinen Augen die wunderbarste junge Frau der Welt und die beste Tochter, die ein Mann sich nur wünschen kann. „Dad,“ sagt sie nun und sieht ihn an, Kummer überschattet ihr Gesicht.

            Dad. Sie nennt ihn immer Dad, seine Prinzessin, wenn sie unter sich sind, denn ‚Papa‘, das war Sameer für sie. Sameer, der sie mit viel Liebe groß gezogen hat, Sameer, Nishas erster Ehemann und ihre große Liebe. Als sie ihn heiratete, war sie mit Dia schwanger. Schwanger von ihm, Don.
            Aufmerksam sieht Don nun auf seine erwachsene Tochter. Wartet, dass sie weiter spricht. Dia seufzt noch einmal. „Maaji steckt in einer tiefen Depression, Dad. Ist dir das klar?“ kommt sie nun unverwunden auf den Punkt. Don nickt langsam. Es ist ihm klar. „Deine Mutter gibt sich die Schuld an Sameers Tod, Kind. Sie glaubt durch ihr langes Zögern damals ...“
            „Als sie mit dir zusammenlebte und Papa in diesem ägyptischen Gefängnis saß? Wegen der Intrigen von diesem Khan, der Mama unbedingt haben wollte?“
            „Ja. Sie war noch so jung damals und hat in kindlicher Furcht Sameer sei tot oder habe sie verlassen den Kopf in den Sand gesteckt. Jedenfalls ist sie der festen Überzeugung Sameers Gesundheit habe im Gefängnis Schaden genommen, weshalb er dann krank geworden ist. Und deshalb sei alles ihre Schuld, die gerechte Strafe für ihr Versagen.“
            "Dieser Mann liebt seine Fans, das sieht man" Dolaredola on Molo
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              #7
              HA ! Bin auch da.
              & nochmal HA ! Plagt Nisha das schlechte Gewissen. Recht so !

              Sie muss erst leiden, bevor sie Verzeihung erlangen kann, jawoll !
              Zuletzt geändert von ebolly; 05.04.2014, 09:16.
              Too far away (age of 74) my love. Like they say I am here for a good time not a long time
              @iamsrk - 23:35 - 10. Okt. 2016

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                #8
                ebolly

                wat bissu fies
                ~ Pyar dosti hai ~

                Es lebe die Unvollkommenheit! Es lebe der Khan (King) of all Khans! Es lebe der Spass an der Freud!
                Quelle:clochette

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                  #9
                  ebolly mochte Nisha nicht udn mag sie wohl immer noch nicht
                  aber wenigstens besteht Aussicht auf Nachsicht


                  Dia gibt einen undefinierbaren Laut von sich und sieht Don fragend an. „Es ist natürlich nicht ihre Schuld, Prinzessin.“ Don sieht Dia konsterniert an. „Sameers Krebserkrankung stand in keinem Zusammenhang mit seinem Gefängnisaufenthalt. Er hat es mir selbst gesagt als er euch mir anvertraut hat. Und ich habe mich nach seinem Tod selbst auch noch einmal erkundigt. Ich habe sogar Dr. al Ghazal ausfindig gemacht, die Sameer im Krankenhaus von Sharm-el-Sheikh wieder aufgepäppelt hat. Sie hat gesagt, er sei damals unterernährt gewesen und ausgetrocknet, mit einer schlimmen Bronchitis am Rande einer Lungenentzündung. Doch das sei alles vollkommen ausheilbar gewesen.

                  Und das wurde es auch. Dr. Mohammed Wahedy, mein Arzt, der Sameer in Mumbai betreut hat, hat mir dies versichert. Und ich vertraue ihm. Ich habe Nisha es auch gesagt, aber sie glaubt mir nicht.“ Don verstummt bedrückt, seine Augen geben seinen Kummer wieder. Dia beugt sich zu ihm hinüber, streichelt sanft seine Hand. „Weißt du, Dad, nach Papas Tod dachte ich Maaji stirbt ihm nach, sofort. Dann bist du gekommen, und sie fasste wieder ein bisschen Lebensmut. Sie ist ja auch mit dir hierher gezogen, ihr habt geheiratet. Ich dachte, es wird alles wieder gut.“ Dia verstummt, sieht gedankenverloren vor sich hin.

                  „Ich habe Papa sehr geliebt,“ erzählt sie dem Fußboden. „Er war mir ein wunderbarer Vater. Obwohl er wusste, dass ich nicht sein Kind bin, hat er es mich nie merken lassen, hat nie einen Unterschied gemacht zwischen seinen leiblichen Kindern und mir. Ich war genauso sein Kind wie Abhi, Raju und Kajal.“ Dia hebt den Kopf, sieht Don in die Augen. „Er und Maaji waren ein Herz und eine Seele, ich kann verstehen, dass sein Tod sie fürchterlich getroffen hat. Zumal sie lange nichts von seiner Krankheit wusste. Erst als der Krebs begann seinen Körper zu zeichnen, hat Papa es ihr gesagt. Doch ich wünsche mir, sie könnte ihn loslassen ... sich aus diesem Gestrüpp von Sehnsucht, Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen befreien. Sie richtet sich nur selbst auch noch zugrunde. Und ich will meine Maa nicht auch noch verlieren.“ Dias Stimme bricht, sie schluchzt, eine Träne rinnt langsam ihre Wange hinab.

                  Don nimmt Dias Hand, drückt sie zärtlich, beugt sich zu ihr hinüber und wischt ihr die Träne von der Wange. „Ich weiß, Kind. Doch es wird immer schlimmer, was soll ich nur machen?“
                  „Hast du schon einmal daran gedacht dir professionelle Hilfe zu holen? über eine Therapie für Maa nachgedacht?“ Don atmet tief durch. „Natürlich, Prinzessin. Doch zu einer Therapie muss man bereit sein. Sonst ist sie wirkungslos. Und Nisha weigert sich. Es sei alles in Ordnung mit ihr, sie brauche keinen Seelenklempner. Der könne Sameer auch nicht mehr lebendig machen.“

                  Don steht auf, wandert ruhelos im Zimmer auf und ab. „Dad, ich fliege am Sonntag zurück nach Indien. Arun hat Sehnsucht nach mir, und ich vermisse Sameera.“ Dia hat ihre Tochter diesmal in der Obhut ihres Ehemannes und ihrer Schwiegermutter zurück gelassen. „So bald schon?“ Don klingt überrascht. „Ich bin schon zwei Wochen hier, Dad. Maaji hat in dieser Zeit vielleicht drei Mal mit mir gesprochen, und auch da hat sie mehr geweint als geredet. Ich bin genauso mit meiner Weisheit am Ende wie du.“ Dia klingt resigniert. „Ich könnte mit Nisha in die Toskana fliegen.“ sagt Don plötzlich unvermittelt, und mehr zu sich selbst als zu seiner Tochter. „Wir waren sehr glücklich dort, vielleicht ...“ Er läßt den Satz in der Luft hängen. „Tu das,“ meint Dia. „Wer weiß, vielleicht hilft es ja, reißt sie aus ihrer Starre.“ meint Dia. Dann steht sie auf, umarmt ihren Vater, gibt ihm ein Küsschen auf die Wange und verläßt das Zimmer. Blicklos sieht Don ihr nach.
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                  Don - mera andheraa hero

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                    #10
                    Sharmila , auf jeden Fall binsch dabei & Capri immer mit ihren Einwürfen
                    Too far away (age of 74) my love. Like they say I am here for a good time not a long time
                    @iamsrk - 23:35 - 10. Okt. 2016

                    long live the dimples

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                      #11
                      ich werfe doch ganix vor das war nur ne feststellung ...
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                      Quelle:clochette

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                        #12
                        Etwas unsanft setzt die Maschine der British Airways auf der Landebahn auf. Der Flug war ziemlich turbulent und Nisha verspürt leichte Übelkeit. Obwohl sie eigentlich nicht empfindlich ist und selten unter Reisekrankheit leidet. Doch in der letzten Zeit hat sich auch das geändert, wie so vieles. Sie ist meist appetitlos, muss sich zum Essen zwingen und ihr ist ständig übel. Nisha sieht aus dem Fenster, nun interessiert sie doch wohin Don sie gebracht hat. Sonnenschein und tiefblauer Himmel, im Hintergrund Berge. Die Maschine rollt auf das Vorfeld, das Flughafengebäude kommt in Sicht: Firenze, aeroporto internazionale

                        Florenz! Nisha wendet sich Don zu, der sie erwartungsvoll ansieht. „Toskana,“ flüstert sie. Mit einem kleinen Lächeln, das jedoch ihre Augen nicht erreicht. „Da war es sehr schön.“ Dann sieht sie wieder aus dem Fenster. Hoffnung keimt auf in Don, Hoffnung, das Richtige getan zu haben. Er hat seinen Plan auch noch mit seinem Stiefsohn Raj besprochen als dieser anläßlich seines 17. Geburtstags für ein paar Tage aus dem Internat zu Besuch kam. Im Gegensatz zu seinem, in Indien bei Dia und Arun lebenden, älteren Bruder Abhimanyu, der Don ablehnt und auch gegen Nishas Heirat mit Don war, hat Raj Don als eine Art älteren Freund akzeptiert. Etwas worüber Don sehr froh ist. Es entspricht in etwa auch seiner Einstellung Raj gegenüber. Im Gegensatz zu seinen Gefühlen für die kleine schwarzlockige Kajal, die die strahlenden Bernsteinaugen ihrer Mutter geerbt hat, schafft er es nicht, dem Jungen gegenüber väterlich zu empfinden. Raj ist einfach schon zu alt, zu erwachsen dafür. Don hat ihm vor gut einem Jahr auch seine und Nishas Geschichte in Auszügen erzählt. Soweit es möglich war ohne Dons Vergangenheit aufzudecken. Dass Don Dias wahrer Vater ist, weiß Raj allerdings nicht. Raj jedenfalls war Feuer und Flamme für Dons Toskana Pläne. Er ist entsetzt gewesen über Nishas Aussehen, wie deutlich sie abgebaut hat, gealtert ist, seit er das letzte Mal zu Hause war.

                        Das Flugzeug hat seine Halteposition erreicht, Don hilft Nisha beim Zusammensuchen des Handgepäcks. Auf dem Weg durch das Flughafengebäude zum Ausgang wirkt Nisha wacher und aufmerksamer als sonst. Drausen winkt Don ein Taxi heran, das sie nach Fiesole bringen soll. Don hat dort ein Zimmer gemietet, in einem kleinen exklusiven Hotel, ehemaliges Landhaus einer Florentiner Adligen.

                        Erfreut registriert Don auf der Fahrt ins Hotel, dass Nisha die Umgebung betrachtet. Er greift zärtlich nach ihrer Hand. Darauf gefasst, dass sie ihm diese gleich wieder entzieht. Eine heiße Woge Glücks überflutet Don, als Nisha ihm ihre Hand nicht nur überläßt, sondern sogar leicht seinen Druck erwiedert. Voll Zuversicht für die kommenden Tage lehnt Don sich die in die Wagenpolster zurück und schließt die Augen.
                        "Dieser Mann liebt seine Fans, das sieht man" Dolaredola on Molo
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                        Don - mera andheraa hero

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                          #13
                          Hoffentlich schafft er es schnell Nisha aus diesem Depressionstal herauszuholen.

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                            #14
                            Rauchend lehnt Don an dem schmiedeeisernen Balkongitter, betrachtet den Sonnenuntergang. Durch die angelehnte Tür dringt leises Schluchzen aus dem Zimmer. Nisha weint. Wieder einmal. Er kann es fast nicht mehr hören, ist hin und her gerissen zwischen Ärger und Mitgefühl. Dabei hat es so gut angefangen. Nisha war so zugänglich wie schon lange nicht mehr, hat sich mit ihm beinah normal unterhalten. Sie haben lange Spaziergänge gemacht, sind durch Florenz gebummelt, Hand in Hand! Nisha hat sogar von selbst seine Hand genommen. Ende der ersten Woche dachte er wirklich es wird alles gut. Sie sind von einem Ausflug nach Barberino di Mugello zurück gekommen, haben dort einen Einkaufsbummel im Outletdorf gemacht ...

                            Bewundernd dreht Nisha die elegante, rote Kelly Bag vor ihren Augen hin und her. Was für eine klassisch schöne Handtasche! Hingerissen betrachtet sie das edle Stück von allen Seiten, studiert es ganz genau. Dann stellt sie es gut sichtbar auf die Kommode, geht zu Don, schlingt ihm die Arme um den Hals und drückt ihm ein Küsschen auf die Wange. Danach löst sie sich nicht sofort von ihm obwohl er seine Arme um sie legt, nein, sie bettet ihren Kopf an seine Schulter. „Danke, Tiger,“ wispert sie. „Danke für diesen schönen Ausflug und die wunderbare Tasche.“

                            Tiger! Sie hat ihn Tiger genannt. Freudige Hoffnung durchströmt Don, Begehren flackert auf, doch er unterdrückt es. Vorerst. Zart hebt er Nishas Kinn an, sieht ihr liebevoll in die Augen, nähert vorsichtig sein Gesicht dem ihren. Sie weicht nicht zurück, schließt langsam die Augen als Dons Mund den ihren berührt. Sanft und vorsichtig knabbern seine Lippen an ihren. Immer noch entzieht sich Nisha nicht, Don läßt seine Zunge zärtlich anklopfen, und Nisha öffnet bereitwillig ihre Lippen. Dons Herz macht einen glückseeligen Hüpfer. Unendlich behutsam und liebevoll umwirbt er Nisha, läßt seine Zunge zärtlich mit ihrer spielen. Und Nisha gibt sich hin, verschmilzt mit ihm in einem innigen, liebevollen Kuss.


                            Und dieser Kuss war nur der Erste in einer Reihe zärtlicher Küsse, die bald sogar Anzeichen von Leidenschaft zeigten. Doch dann, ganz plötzlich, vor zwei Tagen schlug die Stimmung wieder um. Er hat keine Ahnung warum, oder was der Auslöser war.

                            Frustriert drückt Don die Zigarette aus, gießt sich noch einmal Whisky ein. Morgen fliegen sie zurück und es ist Alles beim Alten. Bitter hebt Don den Kristalltumbler wie zu einem Toast. Dann stürzt er den Inhalt hinunter, schenkt nach. Die Flasche, die auf dem kleinen Tischchen steht, ist bereits zu drei Vierteln leer. Er wird sie komplett leeren, will sich betrinken. Da drin auf dem Bett liegt die begehrenswerteste und schönste Frau der Welt und weint sich die Augen aus dem Kopf, aus Sehnsucht nach einem Anderen. Einem Anderen, auf den er noch nicht einmal wütend sein kann, weil er so ein wunderbarer Mensch war, und jede Träne wert.

                            Doch sie soll ihm nicht so nachweinen. Sie soll ihn endlich loslassen und sich ihm zuwenden. Verdammt. Er ist ein attraktiver Mann, die Weiber stehen Schlange bei ihm. Nur seine eigene Frau, die will ihn nicht. Wütend schenkt er das Glas noch einmal voll, trinkt es in einem Zug aus, knallt den schweren Tumbler auf den Tisch. Verdammt, er ist so scharf auf sie!


                            Leicht schwankend betritt er das Zimmer, geht zum Bett, packt Nisha bei den Schultern und schüttelt sie kräftig durch. Nishas Kopf fliegt ohne Halt hin und her, willenlos läßt sie es geschehen. Ein Gedanke blitzt in Don auf, er könnte sie sich einfach nehmen. Wahrscheinlich würde sie sich nicht einmal wehren. Im selben Moment hasst er sich dafür. Wütend funkelt Don Nisha an: „Hör endlich auf zu flennen! Siehst du mich denn gar nicht? Bin ich dir denn gar nichts mehr. Ich war einmal dein Tiger! und jetzt?!“ faucht er. „Jetzt bin ich nur noch dein Ernährer, dein Namensgeber. Verdammt, Weib, ich begehre dich, ich will dich! Ganz. Sameer ist tot, aber ich lebe. Begreif das endlich!“

                            Nisha reagiert nicht, sieht nur stumm durch ihn hindurch. Angewidert läßt Don sie auf das Bett zurück fallen. „Ich gehe jetzt auf die Pirsch. Nur damit du es weißt. Ich hole mir, was ich brauche, bei einer anderen Frau, hörst du? Einer Anderen!“ Mit diesen Worten verläßt Don wankend das Zimmer, die Tür hinter sich ins Schloss schmetternd.
                            "Dieser Mann liebt seine Fans, das sieht man" Dolaredola on Molo
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                              #15
                              Kreisch ! Jawollja ! Zeigs ihr !
                              Also echt mit der Frau werd ich nicht mehr warm. Erst vergisst sie mein Lämmchen & nu verletzt sie den empfindsamen Don.

                              Sie braucht Hilfe, einen Psychiater.....

                              mannaia, nimm dein Leben in die Hand & hör uff zu heulen. Hat doch alles....haarerauf !
                              Too far away (age of 74) my love. Like they say I am here for a good time not a long time
                              @iamsrk - 23:35 - 10. Okt. 2016

                              long live the dimples

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