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Bangalore Masala

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    Bangalore Masala

    Habe gerade diesen spannenden Indienkrimi von einer "Bollywood-Gesinnungsgenossin" gelesen und eine Rezension dazu geschrieben - hat mir sehr gefallen: Bangalore Masala von Karin Kaiser.
    Anjali Mathur, eine junge Journalistin, lebt mit ihrem kleinen Sohn Ishaan im Haus ihrer Mutter in Bangalore. Sie ist noch verheiratet mit Ram, Ishaans Vater, den sie verlassen hat, als sie feststellen musste, dass er sie betrogen hatte. Die arrangierte Heirat mit ihm war zu einer Liebesehe geworden, aber gerade deswegen konnte sie ihm seine Untreue nicht verzeihen. Ein für indische Verhältnisse sehr ungewöhnliches Verhalten, mit dem auch ihre Mutter absolut nicht einverstanden ist.
    Anjali ist bei ihrer Zeitung zuständig für die "Page 3", die Gesellschaftsnachrichten, strebt aber nach Höherem und möchte ins politische Ressort wechseln. Dieser Wunsch löst allerdings bei ihren männlichen Kollegen nur ein mitleidiges Lächeln aus. Doch sie ist an einer interessanten und wichtigen Story dran: zusammen mit den Aktivisten der Umweltorganisation Action Green kämpft sie gegen das Großprojekt ISTO, für das eine unheilige Allianz aus korrupten Politikern und Wirtschaftsbossen ein Naturschutzgebiet im Dschungel mit unlauteren Mitteln an sich bringen und als Bauland für einen Technologiepark missbrauchen wollen. Dabei gehen sie nicht zimperlich vor - wer nicht spurt, wird unter Druck gesetzt und, wenn für nötig erachtet, aus dem Weg geräumt.
    Shakti, der Anführer von Action Green, findet ein wichtiges Beweismittel für die Korruption, wird aber ermordet, bevor er es publik machen kann. Jedoch hat er Anjali einen Hinweis hinterlassen, wo er es versteckt hat. Und damit ist sie nun voll in den Fall involviert und in großer Gefahr.
    Dieser gut recherchierte Indienkrimi ist sehr spannend geschrieben, bietet viele Einblicke in das indische Leben und damit sehr viel Flair und Lokalkolorit. Die Protagonistin ist zuerst noch immer sehr abhängig von den traditionellen Wertvorstellungen der indischen Gesellschaft, obwohl sie sie sich von ihrem Mann getrennt hat und berufstätig ist. Während des Verlaufs der Geschichte macht sie jedoch eine Entwicklung durch und emanzipiert sich ein Stück weit. Für meinen Geschmack waren die Beschreibungen manchmal eine Spur zu blumig, aber das ist nur ein kleines Manko. Ansonsten ein spannender Krimi in exotischer Umgebung mit realistischem Hintergrund. Unbedingte Leseempfehlung (nicht nur) für alle, die sich für Indien interessieren!

    Mitglied bei Molo seit März 2005
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