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Guru (2007)

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    #61
    Danke @Marc genau das habe ich gemeint.
    Breaking Bad (Serie) 9/10

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      #62
      Zitat von Marc Beitrag anzeigen
      Nun ja, der Film ist ja nun auch eher ein Wirtschaftsdrama als eine kitschige Liebesromanze. Das erlebt man in Bollywood nun doch recht selten. Vielleicht stört das einige.
      Nun ja, aber dann ist es kein 'typischer Bollywoodfilm'...aber unter 'kein typischer Film' kann ich mir nichts vorstellen, denn was ist den dann ein typischer Film?

      Wie dem auch sei..ich mache solche Unterschiede zwischen typisch BW und untypisch nicht, Bollywood ist für mich nur der Name der Industrie, wenn man so will und da stammen doch recht unterschiedliche Filme her...und das ist auch gut so. Da heben doch Filme wie Guru gleich mal das Vorurteil auf, dass aus Indien nur Herzschmerz und Kitsch kommen....sondern sich auch mal mit ernsten Themen befassen.

      Im übrigen konnte der Film keine andere Geschichte erzählen, beruht sie doch auf dem Leben einer wahren Person.....und verdeutlicht wie man mit harter Arbeit und Willen von ganz unten nach ganz oben kommen kann. Und das hat schon was von typisch Bollywood....
      Die Wahrheit ist die größte aller Tragödien

      Imagination is a power you cannot imagine - Nahne Jaisalmer

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        #63
        Es gibt Leute die sich einen Liebesfilm erwarten.Für dich ist es vlt eine Typischer Bollywood film aber für viele hier nicht.Ich selber sehe Bollywood nicht nur als Romatik Filme.Aber wobei das besondere an Bollywood sind halt die Romatik filme.
        Breaking Bad (Serie) 9/10

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          #64
          Wie ich schon sagte, gibt es für mich keine typischen und untypischen BW-Filme...es gibt einfach Filme mit unterschiedlichem Thema.

          Und wenn man vorher auch nur ein wenig über den Plot liest, weiß man auch was man zu erwarten hat!

          Ob die romantischen Filme nun das Besondere sind....in einer Industrie, wo wie du richtig sagst die meisten Filme eine LIebesgeschichte erzählen, sind die eigentlich nichts besonderes....
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            #65
            Typisch Bollywood finde ich, dass zumeist Musikdarstellungen/Tänze eingearbeitet werden (ohne kommen nur wenige aus - von daher typisch). Auch die Rolle, die die Musik spielt, und die Vermarktung in Zusammenhang mit dem Film ist typisch. Dass vorher die Musik rauskommt und man sich dann noch relativ sicher sein kann, dass auch der Film erfolgreich sein wird, wenn ein Lied zum Hit wird. Dass möglicherweise ein ganzes Land ein Lied kennt und mitträllert, in Ghettoblastern mit herumgetragen wird und in Autorikhshas knattert, bevor überhaupt der Film raus is - das ist typisch. Sowas kennt man nicht von Hollywood und Europa. Typisch finde ich auch, dass Bollywood stark mit Emotionen arbeitet und die Emotionen des Zuschauers stark anspricht (was keinesfalls etwas mit Kitsch zu tun haben muss, aber durchaus natürlich kann).
            Auch Mani Ratnam arbeitet mit den typischen Elementen, aber er ist doch ein Regisseur, der damit auf sehr eigene Weise umgeht. Die Lieder sind eigentlich immer etwas Besonderes. Er greift gerne gesellschaftliche Themen auf und versteht es wunderbar, sie anspruchsvoll umzusetzen, ohne dabei einen pseudointellektuellen Langeweiler daraus zu machen. Ich mag seine Filme, die ich bisher gesehen habe, unheimlich gerne. Und Guru hat mich da ein wenig enttäuscht. Er ist mir zu wenig ein typischer Mani Ratnam, um beim Typischen zu bleiben . In der Aussage hat sich der Film zu sehr von dem bumm-bumm Wirtschaftsboom-Gefühl vereinnehmen lassen, das in Indien seit einigen Jahren herrscht. Das ist mir zu wenig kritisch hinterfragt worden, und genau das hätte ich von einem Ratnam erwartet. Das ist mehr schon fast typisch Hollywood - vom Tellerwäscher zum Millionär. Trotzdem finde ich Guru sehenswert, die Bilder sind gut anzuschauen, die Inszenierungen toll, die Kameraführung hat was - die Aussage hätte anders ausfallen müssen. Sie ist auch ein wenig mal so, mal so, als suche der Film doch noch eine Dichte, die er aber - in der Aussage - nicht wirklich findet. Das ist mir etwas zu platt für einen typischen Ratnam.

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              #66
              Mag ja eine Tellerwäscher-zum-Millionär-Geschichte sein...ist aber nun mal eine wahre Geschichte.....und somit nicht zu ändern...sie sollte erzählt werden und wurde erzählt..und da kann dann auch ein Mani Ratnam nicht viel dran ändern.

              Ich mag seine Filme auch sehr gerne...aber im Grunde sind die nicht sonderlich tiefgehend..sie versuchen kritische Themen aufzunehmen, bleiben aber der Oberfläche ziemlich nah..sie schneiden Themen grade mal an...und da eigentlich jeder Film besagte Tanzeinlagen hat ist es wohl ein typischer Bollywoodfilm mit ungewöhnlicher Thematik!
              Die Wahrheit ist die größte aller Tragödien

              Imagination is a power you cannot imagine - Nahne Jaisalmer

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                #67
                Das war ein interessanter Film. Aus mehrerlei Gründen.

                Zum einen habe ich damit endlich meinen Dhoom-Schock überwunden: Abishek Bachchan ist *doch* ein guter Schauspieler und kann mehr, als den Kopf schief zu legen und bedeutungsschwanger zu gucken. Nein, er war so gut, wie ich ihn schon mal in KANK gesehen hatte, aber dann leider nie mehr Ich finde, er hat die Veränderung seiner Art über die Filmjahre hinweg ziemlich gut hingekriegt, was seine Physiognomie angeht, und damit meine ich nicht nur seinen Wohlstandsbauch. Sondern auch seine Art, die Hände in die Hüften zu stemmen, der schiefe Gang, der bittere Zug um den Mund in späteren Jahren und vor allem sein Lachen. Da hat er die reale Filmvorlage http://de.youtube.com/watch?v=PzyT9n...eature=related wohl gut studiert.

                Und Aishwara Rai war so gar nicht das vollmundige Püppchen, sondern hat es wirklich, wirklich gut gemacht. Von diesem Abishek und von dieser Aishwara würde ich gerne noch mehr sehen, nicht unbedingt ausschließlich in dieser Kombination. Obwohl sie wirklich gut miteinander gespielt haben. Mit einiger Tiefe. Wenn sie sich auch privat so begegnen, dann sieht das nicht nach einer Zweck-Ehe aus.

                Aber: gealterte BW-Figuren sehen einfach komisch aus. Nach Plastik. Ich mag Lebenszeit-Stories oder Generationengeschichten zwar sehr und hier trauen sich die Inder auch mehr als die Amerikaner, wie ich finde. Aber die Maske ! Aber immerhin, es war nicht gar so schlimm wie in Veer & Zaara.

                Und ein zweites Aber: ich mochte die Großaufnahmen, insbesondere die von Abishek nach seinem Schlaganfall, aber das Bild wackelte insbesondere am Anfang des Filmes doch sehr.... ich weiß schon, das war gewollt (Steadicam?). Aber es ist dennoch störend.

                Die Musik und die Choreographie war gut. Das erste Stück, das in der Türkei spielt, war wirklich gut, und ich frage mich, in welcher aufgelassenen Kirche das aufgenommen wurde. Das zweite Stück mit Aish war schön anzusehen. Ich mag es, wenn sie ihre Anmut nicht zuschminkt. Diesen Zwillings-Song fand ich etwas seltsam und eher unnötig.

                Die Geschichte war gut und doch ziemlich an der realen Geschichte der Filmvorlage dran. Insofern störten mich auch kleinere Lücken oder Haken im Erzählgang nicht. Das reale Leben folgt vielleicht keinem so schönen Erzählguss, wie er ein gut erfundener Film aufweist. Zuerst sah es nach einer indischen Citizen-Kane-Geschichte aus (Mann aus ärmlichen Verhältnissen baut ein Imperium auf, verfängt sich dabei in Unmoralität, stirbt einsam, Film reflektiert kritisch den nationalen Traum vom Tellerwäscher zum Millionäre), war es aber dann doch nicht. Den indische Bürger Guru scheitert nicht, sondern erscheint insbesondere gegen Ende als Lichtgestalt einer freien Marktwirtschaft, die ihrer Zeit um Jahre voraus ist, die Indien aufrütteln und aus ihrer Opfermentalität reißen möchte, die das richtige tut, und insofern wie Mahatma Ghandi im moralischen Recht ist, bestehende Gesetze zu brechen. Nur, dass Ghandi dabei keine Politiker geschmiert hat. Gurukant Desai allerdings. Insofern ist mir die moralische Botschaft, die der Regisseur Mani Ratman dabei im Sinn hatte, nicht klar. Heißt sie: man muss das System mit eigenen Mitteln schlagen und wächst erst dadurch über dieses hinaus?

                Der Film hatte keine schwarz-weiß-Botschaft, die Figur Guru war keine gänzlich verderbte wie gänzlich geheiligte Figur und sogar der kritische Jungjournalist war nicht distanziert genug, um keine Schuldgefühle angesichts des Schlaganfalls seines Feindes zu entwickeln. Dieser Mangel an Schwarz-Weiß-Botschaft ist es, was Citizen Kane fehlt. Auch wenn Citizen Kane mitreißender ist. Und mir darin Tanzeinlagen ein Gräuel wären.

                Mani Ratman folgt aber nicht im allen dem realen Leben Dhirubhai Ambanis. Ein heikles Kapitel hat er weggelassen, indem er Gurukant nur zwei Töchter gab, nicht aber auch noch zwei Söhne. Diese nämlich hatte Dhirubhai Ambani. diese zählen zu den derzeit reichsten Menschen der Erde und belegen Platz 5 und 6 der Liste der reichsten Menschen der Welt http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_v...liard%C3%A4ren. Beide sind zutiefst miteinander zerstritten und auch ein Versöhnungsversuch ihrer Mutter Kokilaben Ambani hat daran nichts ändern können.

                Brigadoon.

                P.S. Die Übersetzung der Dialoge wirft nette Lichter auf indisches Denken und Denken deutscher Übersetzer...
                Im Original fragt Guru "Warum sollte ich für Weiße arbeiten?" - die deutsche Synchro macht daraus ein weniger verfängliches "Warum sollte ich für andere arbeiten?"

                P.P.S. Bester Spruch: "Na also, ich geh dann mal"
                (Guru zu Sujata, nachdem sie in die Heirat eingewilligt hat)

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                  #68
                  Weil mich Abhishek wirklich beeindruckt, in einigen Filmen, KANK und Delhi-6 und ich Fan bin, deshalb wollte ich auch diesen "hochgelobten" Film sehen.

                  Ich habe Dil-Se gesehen und war hin und weg, ich habe Guru gesehen und war ..... begeistert....von den Schauspielerpaaren und den Liebsgeschichten. Denn die Story an sich, da gebe ich Marco absolut Recht, ist sehr oberflächlich, ich habe mit keiner Filmfigur mitgelitten, noch nicht mal in der Zeit des akuten Schlaganfalls.
                  Das Berührendste war das Lied der Zwillinge, Jaage Hain, ein wunderbares Lied mit einem tollen Text, am Bett ihres Vaters. Und am beeindruckendsten waren die Menschen der Shakti-Familie, die ihre Wut herausschrieen, ihm endlich mal zeigten, "ja, du hast uns zu Wohlstand verholfen, aber um welchen Preis, wir fühlen uns wie Diebe".
                  Das Ganze meinte dann Ratnam mit Regenschirmen wieder deckeln zu müssen.....schade!!!

                  Am Anfang hatte ich mich auf eine tolle Aufsteigergeschichte gefreut, mit der Vision eines Mannes, Menschen zu Arbeit und Wohlstand zu verhelfen und ein Land aus seinem Phlegma zu reißen. All das war sozialistisch, sozialkritisch, sozial....aber auch verbrecherisch im Nachhinein.
                  Warum hat er es nicht bei seinen "regulären" Eulenspiegel-Tricks belassen, wie dieser Kunstseiden-Lieferung an denjenigen, der den "Schlüssel" zur Öffnung der Börse in den Händen hielt???!!!!
                  Schade!!!

                  Was bleibt? In meinen Augen ein unterhaltender Film mit zwei wunderschönen und berührenden Liebesgeschichten, mit vier Darstellern, die herzzerreissend romantisch miteinander agierten, ob das dramatische, mit dem Tod ringende Pärchen Vidya und Madhavan (gefällt mir sehr, der Mann! und Vidya wird neben Konkona u. Madhuri zu meiner Lieblingsschauspielerin, sie ist so natürlich) oder die Liebesgeschichte von Abhi und Aish, die mir noch nie so authentisch vorkamen wie in diesem Film.

                  Aus dubiosen Gründen geheiratet, sich trotzdem verliebt, nicht Voneinander lassen können, gestritten, getrennt und schließlich tiefe Liebe zeigend...haaaach, man möchte den beiden so sehr wünschen, dass sie sich - bis auf die Trennung- genauso lieben wie in diesem Film. Partnerschaftlich...fifty-fifty!
                  Die Geschichte des Aufstiegs von Gurukant Desai....war nebensächlich, und das sollte doch eigentlich nicht der Sinn sein. Schade!
                  Zuviel Potential total verschwendet......und mit Citizen Kane nicht zu vergleichen, richtig.
                  "MOLO ..... nur selber leben ist aufregender!" (credits to @Dolaredola)
                  R.I.P. all my IDOLS, now: Muhammad Ali has left
                  @Toju.....and vice versa!.... ;)
                  ~+~ Team Gauri ~+~
                  **Remember Pfeili** http://www.audreyhepburn.com/menu/index02.php?idMenu=45

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                    #69
                    Ich fand die Geschichte interessant. Es ist eine interessante Lebensgeschichte. Ein intelligenter und mutiger Mann schafft es, ganz nach oben zu gelangen. Dabei schafft er Wohlstand für viele Menschen und vergisst nicht, wo er herkommt. Bestechung und Drohung nutzend, wo er anders nicht weiter kommt. Es war kein glatter Charakter, den man uneingeschränkt versteht. Ich könnte mir vorstellen, dass das Rollenvorbild im echten Leben vermutlich noch deutlich skrupelloser zur Sache geganten ist ... Abhishek hat die Rolle gut gespielt, vom jungen Mann, der ins Ausland aufbricht und keine Ahnung von nichts hat bis hin zum Firmenmogul. Die Maske als älterer Mann war dann doch etwas hölzern, aber na ja.

                    Aish mauserte sich vom hübschen Gesicht zu einer starken und liebenswerten Rolle. Auch gut gemacht.

                    Ich hatte mir den Film weitaus trockener vorgestellt. Die Geschichte schreit halt nicht nach kurzweiliger Unterhaltung.

                    Doch, ein Film, der es wert ist zu gucken.

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                      #70
                      Ich mag Guru. Natürlich nicht zu verwechseln mit Guru von den 80ern mit Mithun. Dies ist kein Remake, trotz die Besetzung mit Mithun.
                      Wie gesagt, Guru fand ich ganz gut. Es ist wieder mal ein ganz anderer Film. Ein bißchen ähnelt es mit "Raju Ban Gaya Gentlemen". Es gibt einen einfachen Dorfbewohner, er hat große Träume, große Ziele. Dies erreicht er auch, jedoch mit korrupten Mitteln.

                      Abhi spielt den Guru sehr begiert. Man sieht es, dass er Elan in der Rolle hat.

                      Aish ist hier zurückhaltend, kann daran liegen, dass das ganze Geschehen, der Ablauf eine reine Männersache ist.

                      Nach vielen unnwichtigeren Rollen konnte sich Mithun Chakraborty in Guru ins Vordergrund setzen. Zwar spielt er hier den Nebendarsteller, doch einen relevanten Charakter.

                      Guru kann ich empfehlen. Ein Lebenslauf mit Realität ist beachtlich.

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                        #71
                        Ich habe den Film auch sehen. Die Story war interessant und Abhi hat die Rolle richtig gut gespielt. Dennoch hatte ich nicht wirklich Mitleid mit ihm. In einigen Szenen musste ich schmunzeln. Als er im Krankenhaus unterschrieben hat und sein Handzeichen gezeigt hat. Für mich war er ein unterhaltsamer Schlitzohr, kein wirkliches Opfer. Einige Szenen hatten deutliche Längen...

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